Air Up - Die Getränkerevolution

Air Up geht aktuell durch alle sozialen Medien. Aber was ist das, was hat es mit den Duftpods auf sich und kann man wirklich durch reines Duftaroma etwas schmecken? Wir klären dich hier auf, inklusive einer ausführlichen Bilderstrecke. Aber auch erklären wir, warum wir am Anfang so extrem enttäuscht waren, aber es heute dennoch lieben und es genauso feiern wie die Community. Aber alles nacheinander…

Was ist Air Up?

Air up ist ein Konzept, welches die Getränkeindustrie revolutionieren soll und vermutlich auch wird. Hierbei handelt es sich um den Ansatz, pures Wasser trinken zu wollen – aber mit Geschmack. Ohne jegliche Zusatzstoffe. Pures Wasser aus dem Wasserhahn – und das soll ohne das man etwas hinein tut nach etwas schmecken? Ja richtig! Und das ist nicht mal Zauberei, sondern ein Effekt, der schon lange bekannt ist. Aber im Bereich der Getränke revolutioniert Air Up nun dieses Konzept. Das Prinzip ist sehr einfach. Man macht sich die Geruchsnerven im Mund zu nutzen. Sprich: Man riecht mit dem Mund. Da dieser Effekt zeitgleich mit dem Trinken im inneren des Mundes auftritt, denkt der Kopf, das Wasser schmeckt auch so wie es riecht. Einfach, oder?

Schaut mal hier – dort wird das Prinzip Air Up erklärt:

Hier ist vom Air Up selbst das Prinzip sehr deutlich dargestellt. Dennoch möchte ich es kurz beschreiben. Man zieht mit Hilfe des Strohalm Wasser nach oben. Im Verschluss passiert anschließend die Magische Hokupokus. In dem Airpod sind zwei kleine Löcher. Eines zum ansaugen von Luft und eines welches durch den Gummiverschluss zum Strohalm geht. Die angesaugte Außenluft nimmt die Geruchsstoffe auf und wird unter das Wasser gemischt. Den Effekt merkt man auch beim Trinken. Es ist nicht pures Wasser was im Mund ankommt – sondern mit Luft vermischt. Man kennt das von kaputten Strohalmen aus dünnem Plastik, wenn diese am Knick ein Loch haben, vermischt das Trinken ganz genauso mit Luft. Nur wird die Luft durch den Pod mit Geruch im Air Up angemischt. So kommt Wasser gemischt mit Luft in den Mund. Das Wasser geht runter in Richtung Magen, die Luft ab jedoch nicht. Die atmen wir wir wieder aus. Und genau hier passiert die Wahrnehmung, das das Wasser riecht. Und wenn das Wasser im Air Up so riecht, denkt unser Gehirn, das es auch so schmecken muss. Wir schmecken also was wir riechen. Einfach oder?

Und wer kam auf diese Idee und warum dieser Hype?

Die Idee kommt von einem deutschen Startup aus München. Fabian Schlang und vier Mitgründer kamen auf diese Revolutionäre Idee und erleichtern mit Air Up und den Duftpods vielen Menschen auf der Welt, mehr Wasser ohne jede Zusätze zu trinken. Aber bis dahin haben die Jungs ein paar Umwege genommen.  Die Mitgründerin Lena Jüngst hat dieses Konzept bereits der Gruenderszene.de und der NGIN FOOD Ende 2017 vorgestellt. Das heißt, Air Up ist ist schon 2 Jahre alt. Damals wurde die Idee „Joyce“, anschließend Tenace genannt bevor es in das heutige Innovationsprodukt Air Up umgetauft wurde. Zu dem sind völlig unbemerkt zwei große Investoren eingestiegen. Ralf Dümmel und Frank Thelen, den wir alle aus der Serie „Höhle der Löwen“ kennen. Über die beiden Beteiligungsgesellschaften DS Invest und Freigeist Capital kam nicht nur frisches Geld, sondern wohl auch weitere Expertise ins Haus des Münchner Startups.

Was wir alle als aktuelle Hypowelle erfahren ist ein konkreter Plan, den die Entwickler und Investoren verfolgen. Anfangs  gab es Air Up nur bei Amazon zu kaufen. So fängt ja fast jeder an. Doch den Sprung in den stationären Handel schaffen nicht viele. Anfang September (also jetzt) sollen 5.000 – 6.000 Sales of points aufgebaut werden. Man sieht Air Up somit aktuell überall in der Werbung. Egal ob Real, Rewe oder Edeka. Jeder preist den neuen Air Up an und will in verkaufen. Die Häufung und der Hype ist kein Zufall sondern eine gezielte Verkaufsaktion. In der ersten Welle will das Startup rund um Thelen  80.000 Flaschen und eine Million Aromakapseln (genannt Air Pods) verkaufen. Bis Ende 2019 wollen sie einen mittleren einstelligen Millionenumsatz einfahren. Wir finden, das die Jungs hier mit Ihrer tollen Produktidee vollkommen auf der richtigen Spur sind.

Und wir schmeckt das Wasser aus dem Air Up nun?

Enttäuschender erster Test

Wir haben uns natürlich direkt den Air Up bestellt. Aktuell gibt es ihn nur als Starterset mit einer Flasche und mehrere Probe Pods. Wir mussten hier noch auf Amazon zurückgreifen, weil die Läden es noch nicht hatten. Vor ab können wir sagen: Wir waren mal so richtig enttäuscht!

Der erste Eindruck war: Wow sehr Qualitativ. Die Flasche, welche übrigens in Asien produziert wird, wirkt sehr hochwertig. Selbst wenn das mit dem Geschmack nicht funktioniert, wird das meine neue Trinkflasche. Der Stopfen hält sehr gut, und das Trinken ist echt angenehm. Der zweite Gedanke war: OMG, ganz schön viel Plastik. Die Flasche ist aus BPA freiem Plastik, was noch okay ist. Jeder Aroma Pod für die Air Up hat eine eigene Frischhaltepackung und ist innen drin nochmal Luftdicht in einer zweiten Plastikverpackung Vakuum verpackt. Und der Pod selbst ist auch wieder als Wegwerfartikel aus Plastik. Nach einer kurzen Recherche, werden wir aber beruhigt. Eine Kapsel ersetzt den Plastikmüll von mehr als 5 PET Flaschen. Okay, glauben wir das einfach mal so und lassen diese These so stehen.

Unser Test vom Air Up

Der Zusammenbau gestaltet sich sehr einfach. Wie auf den Bildern zu sehen, muss man einfach den Strohalm reinstecken, Stopfen auf die Air Up Flasche, den Duftpod aufstecken und trinken. Das haben wir auch genauso gemacht. Und juchu – fertig und los trinken. Was ist das? Komisch, es riecht, wenn man konkret daran riecht, schmecken? Keineswegs! Es war ganz normales Wasser ohne auch ein bisschen zu schmecken. Wir haben es an mehreren Personen probiert. Auch die Kids. Wir haben Pod zugehalten, damit sie es nicht erraten. Aber mehr wie Gesichtsverziehen kam nicht. Kein Geschmackserlebnis. Kein Wasser mit Geschmack. Einfach nur komisch!

Aber ist das jetzt das Produkt wo alle drauf abfahren? Haben es uns versucht schön zu reden, das man ja keine Wunder erwarten darf. Aber es half nichts. Wir fanden das der Air Up ein totaler Flop ist und wir auf ein großes Marketing getue reingefallen sind. Abends habe ich eine Facebook Werbung gesehen. Und mir bewusst die Kommentare durchgelesen. Wir konnten ja nicht die Einzigen sein, die so Enttäuscht sind. Aber es gab nur begeisterte. Das kann doch nicht sein? Wie kann so ein Schrott so viele begeistern? Und siehe da – endlich – ein negativ Kommentar, dem es genauso ging wie uns. Dieser Post hatte viele Antworten, das er dann was falsch machen muss, es vielleicht falsch zusammen gebaut hat oder so. Es wäre der absolute Hammer, die Innovation und so weiter.

Also – habe ich den Air Up Support über Facebook geschrieben, ob wir nun zu blöd sind? Zu deren Antwort gleich mehr. Nach dem Schreiben des Hilferufes an die Startups aus München habe ich mir die Anleitung nochmal vorgenommen, die Flasche auseinander gebaut und alles ganz genauso gemacht wie es in der Anleitung steht. Und wer das Starterset hat, kennt den weißen Zettel „Die entscheidenden Schritte zum Geschmackserfolg“. Der erste Punkt hier ist das entscheidende bei uns gewesen. Wie in der Einleitung geschrieben, wird die mit Duft angereicherte Luft im Strohalm am Gummipropfen mit dem Wasser gemischt. Und der Strohalm hat hierfür ein kleines Loch. der Pod die zwei oben angesprochenen. Die Aussenlufrt geht in den Pod, von dort am zweiten Lock durch den Gummiverschluss und dann in das Loch vom Strohalm. Und diese Löcher waren bei uns nicht übereinander. Auch wenn man laut Anleitung nichts falsch machen kann, bei unserem ersten Zusammenbau haben die Löcher offensichtlich nicht übereinander gelegen.

Kaum hatten wir dieses korrigiert – Die Geschmacksrevolution was sofort bei uns angekommen. Nach der ersten großen Enttäuschen, waren wir sofort begeistert! Wir könnten die anderen in den sozialen Medien nun auch verstehen. Vor allem in der Facebookgruppe „Abnehmen ohne Hunger“ wird dieses Produkt gefeiert. Denn Getränke ohne Kohlenhydrate sind nach einiger Zeit nicht mehr erträglich. Wobei Teekanne auch ein gutes neues Produkt auf dem Markt gebracht hat (siehe Test hier auf New-Foods). Aber mit Air Up trinkst du pures Wasser und gaukelst deinem Gehirn einen Geschmack vor. Das funktioniert super – sogar mit Zitrone Hopfen, was Radler imitieren soll. Krass, wie sowas schmecken kann!  Man muss sich dran gewöhnen, mit Luft vermischtes Wasser zu trinken und zu denken, der Strohalm hätte ein Loch. Das Geschmackserlebnis auf purem Wasser ist absolut der Wahnsinn! Auch unsere Kids trinken nichts anderes mehr. Wir werden uns nun nochmal 3 Startersets kaufen müssen.

Als hätte Air Up ihren Erfolg vermutet und das sich ganze Familien damit ausstatten wollen, haben Sie natürlich für jeden die passende Farbe im Shop. Somit erkennt jeder seine eigene Flasche und jeder in der Familie ist mit Air Up glücklich

Fazit

Wir waren erst super enttäuscht. Aber nachdem wir den Fehler gefunden haben, sind wir der Meinung das dies eine der besten Produktideen der Zukunft ist! Reines Wasser trinken. Zusatzstoffe, Zucker und alles schädliche sparen. Und dabei einen tollen Geschmack haben. Das ist ein Produkt das zu recht in der gesamten Community gefeiert wird! Daumen hoch von uns!

Extra Tipp: Air Up und Soda Stream Crystal

Ein ganz besonderer Tipp: Die Air Up Flasche kann 650ml Wasser beinhalten. Komische Zahl. Aber wer eine Soda Stream Crystal (mit Glasflaschen hat) wird merken, das exakt eine solche Flasche vom Soda Stream in die Air Up Flasche passt! Und die Air Up Flasche kann auch mit Kohlensäure umgehen! Air Up und Soda Stream -> PET Flaschen ade!

Mehr zum Soda Stream Crystal:  Produkt des  Jahres 2018 auf Amazon

Author: Heiko Scharfenort   —–   Kategorie: Ernährung   —–   11. November 2019