Honk bei Diabetes Typ 2

Honk bei Diabetes Typ2? Noch nicht davon gehört? Da ist auch nicht weiter schlimm, denn HONK kommt aus dem englischen  „Hyperglycaemic Hyperosmolar Nonketotic Coma“ und bedeutet übersetzt: hyperglykämisches hyperosmolares nicht-ketotisches Koma. Hört sich echt komplex an, oder? Finden wir auch, deswegen erklären wir dir kurz in einfachen Worten worum es sich dabei handelt und was es bedeutet:

Das wichtigste vorab

Ein hyperglykämisches hyperosmolares nicht-ketotisches Koma ist eine gefährliche Erkrankung, die durch sehr hohe Blutzuckerwerte bei Typ-2-Diabetes (über 600 mg/dl) hervorgerufen wird.

Ein hyperglykämisches hyperosmolares nicht-ketotisches Koma ist eine kurzfristige Komplikation, die eine sofortige Behandlung durch medizinisches Fachpersonal erfordert.

Die Typ 1 Patienten kennen bei sehr hohen Blutzuckerwerten die sogenannten Ketoazidose. Es werden Ketone im Blutkreislauf gebildet, welche dann zur Übersäuerung des Blutes führen. Auch ihr spricht man vom Diabetischen Koma. Aber ein „nicht ketotisches Koma“. Das ist für viele neu und betrifft auch idR nur die Typ 2 Diabetiker.

Was ist ein nicht ketotisches Koma

Durch einen eventuellen Insulinmangel kann es beim Diabetes mellitus Typ 2 einer verminderten Glukosetolleranz kommen. Allerdings verhindert eine noch aktive Insulinausschüttung eine typische Ketoazidose. Dies auch bei sehr hohen Werten, welche üblicherweise bei einem sehr späten Erkennen der Diabetes Erkrankung auftreten können.  Aber auch durch weglassen von Diabetesmedikamenten und gleichzeitiger Aufnahme einer hohen Menge an Zucker können Extremwerte entstehen. Bei einem diabetischen Koma sind Werte von 600mg/dl, aber auch bis zu 1.000mg/dl möglich.

Bei HONK (hyperglykämisches hyperosmolares nicht-ketotisches Koma) bzw. dem nicht ketotischen Koma, handelt es sich also um ein Koma, das durch sehr hohe Blutzuckerspiegel bei einem Patienten mit normalen Ketonwerten entsteht.

Die Vorstufe zu dem Koma (sehr hohen Blutzuckerspiegels ohne Anzeichen einer Ketose) nennt man Hyperosmolarer Hyperglykämischer Zustand (HHS).

Sobald zu den hohen Blutzuckerwerten auch noch hohe Ketonwerte auftreten, spricht man von der bekannten Ketoazidose.

Symptome von HONK

Bevor es zu Bewusstlosigkeit und Koma kommt, zeigen die Patienten Anzeichen von sehr hohen Blutzuckerwerten, zu denen unter anderem auch die folgenden typischen Anzeichen gehören können:

Extremer Durst
Häufiges Bedürfnis zu urinieren
Orientierungslosigkeit
Übelkeit

Was kann ich tun

Auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen! Dieser kann an Hand der Blutzuckerwerte und dem PH Wert im Blut bestimmen worum es sich handelt und geeignete Maßnahmen einleiten. In der Regel wird ein nicht ketotisches Koma bzw ein Hyperosmolarer Hyperglykämischer Zustand mit der üblichen Notfallstherapie bei hohem Blutzuckerwerten behandelt. Dabei handelt es sich um eine Infusion sowie intravenöser Zufuhr von Insulin.

Author: Heiko Scharfenort   —–   Kategorie: Komplikationen   —–   04. Februar 2020